Depressionen Burnout

 

Der folgende Artikel ist ausgerichtet auf Dich, wenn es Dir gerade nicht gut geht und Du wissen möchtest, ob ein Termin bei einem Psychologen Sinn machen würde. Natürlich kannst Du den Artikel auch lesen, wenn nahestehende Menschen erkrankt zu sein scheinen und Du Dir mehr Informationen wünschst.

 

Ist es nur eine schlechte Phase?

Stimmungsschwankungen und auch mal trübe Tage gehören zum Leben dazu. Eine Depression fühlt sich allerdings anders an und in vielen Fällen kündigt sie sich auch an. Frühwarnzeichen können sein: Leistungsabfall, Lustlosigkeit, Interessenverlust, Entscheidungsschwierigkeiten, nicht greifbare körperliche Beschwerden, Schlafstörungen, aber auch besondere Traurigkeit und innere Unruhe. Auch plötzliche Wutausbrüche können ein Warnsignal sein. Wenn Du gerne einen Test zur besseren Orientierung machen möchtest findest Du den bei Therapie.de

Und was unterscheidet Depression von Burn-Out?

Selbst in Fachkreisen ist man sich da nicht einig. Es gibt Versuche, Depressionen und Burn-Out diagnostisch voneinander zu trennen. Ein Burn-Out zu haben ist für einige Menschen leichter zu ertragen als eine Depression. Den oft schwingt in „Burn-Out“ mit, dass im Job viel (zu viel) geleistet wurde. Da wir in einer Gesellschaft leben, in der Leistung ein hoher Wert beigemessen wird, ist „ein Burn-Out haben“ etwas weniger schambehaftet als „eine Depression haben“.  Außerdem liegt der Grund scheinbar im Außen.Zu hohe Anforderungen im Job. Dadurch wirkt der Zustand kontrollierbarer und hat gefühlt erstmal weniger mit der eigenen Art, mit sich umzugehen zu tun. Ich finde es bedenklich, dass es in de heutigen  Arbeitswelt immer normaler scheint erschöpft und frustriert auszubrennen.  Aber das nur am Rande. Ich halte es mit dem Teil der Fachwelt, der „Burn-Out“ als eine Unterform der Depressionen einordnet. Deswegen werde ich im weiteren das Wort Depressionen als Überbegriff nutzen.

Wichtig für Dich ist: Du musst keine Diagnose kennen um Dich bei einer Psychologin/ einem Psychologen vorzustellen. Depressionen kommen in vielen Formen vor. Sie beeinträchtigen auf ganz unterschiedliche Arten den Alltag. Manche Formen sind von außen sichtbar, andere Formen sind vor allem fühlbar, aber der Mensch der leidet bleibt hochfunktional. Für Depressionen gibt es viele Auslöser, nicht alle sind umfassend erforscht.

Für dich, als Mensch, der sich fragt was mit ihm los ist, ist die Kernbotschaft: Du bist nicht alleine. Jeder sechste Mensch hat mindestens eine solche Phase im Laufe seines Lebens. Ganz egal wie sie sich bei Dir äußert, ob Du dir früher oder später Unterstützung suchst: Es gibt Hilfe. Es gibt wissenschaftlich erforschte Methoden, es gibt eventuell  Medikamente, es gibt Experten, die Dich auf dem Weg da durch begleiten und anleiten. Egal welche Unterform Du hast, egal wie sie heißt. Und ja, es macht einen Unterschied ob Du dir Hilfe suchst oder nicht. Sowohl bei der Länge der Depression, als auch bei der Frage ob es eine einmalige Episode bleibt.

Tue nicht so als wäre nichts

Vielleicht sagst Du Dir selbst immer wieder: Das ist bestimmt nichts. Nur eine Phase. Anderen geht es schlechter. Ich muss da jetzt einfach durch. Ich bekomm doch noch alles hin.

Wenn Du…

…anfängst das Internet nach den Symptomen einer Depression zu fragen

…nach Mitteln gegen Schlaflosigkeit oder innerer Unruhe suchst

…wenn du nach Vitaminpräparaten suchst, weil die Müdigkeit Dir auch morgen noch in den Knochen steckt…

dann nimm dich und deine Beschwerden ernst!

Es ist nicht Deine Aufgabe genau zu wissen was Du da hast und wie es heißt. Und Du musst da auch nicht alleine durch. Google gibt Dir nur Antworten auf Fragen, die du bereits formulieren kannst. Ein Psychologe stellt Dir Fragen und erarbeitet mit Dir Zusammenhänge, von denen Du vielleicht noch gar nicht wusstest, dass Du sie brauchtest.

Ich erkläre es mal überdeutlich: Kein Mensch kommt auf die Idee mit einem gebrochenen Bein abzuwarten ob es wirklich schlimm ist. Klar, da ist die Hoffnung, dass es nur gestaucht ist. Aber die Antwort kann nicht das Internet oder das Baugefühl Dir geben, sondern ein Arzt nach einem Röntgen. Und selbst wenn es nicht gebrochen ist kann er dich versorgen. Mit Medikamenten, mit Hilfsmitteln. Auf jeden Fall weißt du hinterher, was los ist und was du tun kannst.

Mein Angebot an Dich:

  • Melde Dich für ein Erstgespräch (Calendly)
  • Oder stelle mir Deine Frage für die offene Sprechstunde. Regelmäßig beantworte ich die Fragen anonym live. Aufzeichnungen dazu findest Du (hier). Wenn Du live zuschauen willst melde Dich in meinem Newsletter an (hier)und Du wirst informiert.

Such dir Hilfe – Rede darüber!

Manchmal ist es schon schwer, mit sich selbst über seine Probleme zur reden. Vielleicht möchtest Du Dich lieber ablenken. In die Arbeit stürzen. Hast das Gefühl, Du hättest keine Zeit, Dich „um sowas“ zu kümmern.

Ich habe da eine andere Sichtweise:  Du hast keine Zeit, dich nicht um Dich zu kümmern! Auch die Psyche meldet sich mit deutlichen Symptomen. Ähnlich wie bei einem gebrochenen Bein. Unbehandelte Depressionen können sich in körperlichen Symptomen zeigen, die Dich nach und nach in Deiner Leistungsfähigkeit stark einschränken. Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen bis zur Migräne, Magenschmerzen, Bauchweh, Muskelschmerzen, Infektanfälligkeit…Depressionen können ein Ganzkörperschmerz werden.  Dann fällst Du unter Umständen länger aus. Sie können Deine nahen Beziehungen belasten und wichtige Entscheidungen unmöglich machen. Depressionen können das Leben das du führen möchtest unmöglich machen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, Zeit in Dich und Deine Zukunft zu investieren.

Mit wem kannst Du reden? Frag Dich zunächst selbst: Fühle ich mich depressiv? Wenn die Antwort „ja“ ist, das zeigen Studien, ist das ein deutlicher Hinweis. Du kannst Dich an deinen Hausarzt wenden und mit ihm sprechen. Du kannst Deine Krankenkassen nach Unterstützung fragen. Oder Dich direkt an einen Psychologen, Psychotherapeuten oder qualifizierten Coach wenden.

Du brauchst erst noch Informationen um Dich zu sortieren? Hier kannst Du Dich hinwenden:

www.deutsche-depressionshilfe.de

Hier finden Betroffene und Angehörige noch mehr Infos, Anlaufstellen und Selbsthilfegruppen in der Nähe

www.youtube.com/watch?v=1UiA32Qv4yE

„Der schwarze Hund Depression“ ist ein anschauliches Video für Betroffene und Angehörige. Es hilft, Worte und Bilder für das schwer greifbare Gefühl zu finden.

https://www.amazon.de/BLACK-BOX-BLUES-Ambra-Durante/dp/3835338161„Black Box Blues“ ist ein Buch zum Spüren und sichtbar machen von Depressionen und der damit einher gehenden Weltsicht. Es ist informativ, gleichzeitig spricht es aber mehr als den Kopf an.

Du brauchst akut Unterstützung?

Wenn zu viel Druck, Ängste und Sorgen in Dir herrschen erscheint das Leben manchmal aussichtslos. Bitte wende Dich dann sofort hierher:

http://frans-hilft.de/

Frankfurter Netzwerk zu Suizidprävention

www.telefonseelsorge.de

Immer erreichbar, auch per Chat (online.telefonseelsorge.de)  .

Für Angehörige

Wenn nahestehende Menschen an Depressionen oder Burn-Out erkranken hat das immer auch Auswirkungen auf das eigene Befinden. In einer Psychotherapie werden deswegen oft auch die PartnerInnen dazu gebeten. Es gibt aber auch hervorragende Online-Angebote um Dir zu helfen Deinen lieben Menschen zu begleiten und gleichzeitig auf Dich selbst zu achten:

https://depression.aok.de/

Frei zugängliches interaktives Selbstlernprogramm. Leicht verständlich und konkret.

Online-Angebot

Es gibt Online Angebote die eine Psychotherapie begleiten und unterstützen können.

Beispielsweise:

www.selfapy.com

www.minddoc.de

Seriöse Anbieter kooperieren mit Krankenkassen (oder versuchen es zumindest) und unterstützen und Rahmen psychotherapeutische Behandlungen wie Einzeltherapie oder Klinikaufenthalte.

Es gibt auch tolle Apps, die Du nutzen kannst um wieder Entspannung zu lernen oder Dir in den Schlaf zu helfen. Beispielsweise:

  • Headspace
  • Calm
  • Oder Angebote direkt über Deine Krankenkasse

Idealerweise besprichst Du mit einem PsychologIn /PsychotherapeutIn welche App mit welchem Ziel wann für Dich speziell hilfreich sein kann.

 

Ein paar Ideen für Zuhause zum Ausprobieren:

Setze neue Maßstäbe

Wenn Du bemerkst, dass Du nicht mehr leisten kannst, was du von Dir gewohnt bist hast du schon viel geschafft. Oft verdrängen Menschen das oder versuchen, sich einfach noch mehr anzustrengen. Sie werden blind für die eigenen Gefühle und gehen täglich deutlich über ihre Grenzen. Versuch, ehrlich zu Dir zu sein. Was schaffst Du im Moment, was ist Dir zu viel? Selbst wenn Du daran nicht sofort etwas ändern kannst ist es hilfreich, achtsam zu sein für die eigenen Grenzen und dafür wo sie gerade sind.

Tue dir Gutes

Du hast liebevolle Zuwendung verdient. Jeder Mensch hat das. Du musst dafür nicht voll funktionieren. Und du musst danach auch nicht überglücklich sein. Es mag dir sinnlos erscheinen, dir die Haar zu kämen oder dich gut zu ernähren, wenn du dabei keine Freude empfindest. Es mag Dir überflüssig erscheinen spazieren zu gehen, wenn jeder Schritt einer zu viel ist. Stell es Dir so vor: Alles was Du Gutes für Dich tust ist ein Samen. Der wird nicht sofort wachsen. Aber er ist da. Du kannst Dir übrigens auch etwas Gutes tun indem du an schlechten Tagen nichts tust- und übst, damit einverstanden zu sein und es als Teil der Heilung zu sehen.

Nimm Deine Themen ernst, nicht deine Gedanken dazu

Wenn du in einer depressiven Episode bist sieht die Welt plötzlich anders aus. Es scheint nicht mehr viel Gutes in ihr zu geben, eine bessere Zukunft scheint unmöglich, nicht macht mehr Sinn. Mach Dir klar, dass deine aktuelle Sichtweise wie eine Sonnenbrille deine Augen verdunkelt. Was Du siehst ist gefärbt. Versuch dich daran zu erinnern, wie Du sie in gesunden Zeiten gesehen hast. Mach Dir immer wieder klar, dass da gerade die Depression sprichst, nicht Du.

Wenden Sie sich mit Ihren Fragen gerne an mich, vereinbaren Sie einen Termin, schreiben Sie eine Mail.

Herzlich,

Yvonne C. Beuckens, Diplom-Psychologin, Ansprechpartnerin, Zielfinderin, Systemische Therapeutin und Coach

...Hier können Sie mehr über mein Angebot erfahren.

Yvonne C. Beuckens | Kurzzeittherapie, Coaching, Paar- und Sexualtherapie in Bad Nauheim

Elisabethenstraße 7, 61231 Bad Nauheim,
Telefonnummer: 06032 949 33 55 | E-Mail: info@yvonne-beuckens.de

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