Wann ist eine Paartherapie sinnvoll? Dafür gibt es keine Checkliste mit 5 Punkten zum Allzeitglück für alle

Vor einiger Zeit  besuchte ich eine Hochzeitsmesse. Zwischen Fotoboxen, opulenten Torten, unendlicher Deko-Vielfalt und gestylten Fotobüchern war ich überwältigt davon, wie Menschen ihre Liebe besiegeln wollen und was ihnen dieser besondere Tag wert ist. Ähnlich wie in manchem Hollywoodfilm, so dachte ich, läuft alles auf das große Finale zu. Held:in und Held:in endlich vereint, happily ever-after. Schwungvolle Musik der perfekten Hochzeitsband, choreografierter erster Tanz, Abblende.
Es mag an meinem beruflichen Alltag liegen, dass mich diese Inszenierung mit bitter-süßen Gefühlen zurücklässt. In meiner Vorstellung gehört zum verheißungsvollen Beginn einer Beziehung mit der Chance auf lebenslängliche Liebe noch ein (Torten)-Stück mehr. Heute nehme ich euch mit in die Gedankenwelt einer Paartherapeutin.Ich möchte Euch ein paar Anregungen für Eure Zukunft geben.

Herr und Frau B. sitzen in meiner Praxis. Es fiel ihnen schwer, sich zu setzen. Beide wollten dem andern den Vortritt lassen, ein „wo möchtest Du sitzen, Schatz?“ jagte das andere. Ich habe gerade gefragt was die beiden zu mir führt, Herr B. schaut Frau B. an, sie schaut auf den Boden, ringt die Hände. Herr B- holt tief Luft, während ich innerlich bis 30 zähle, den beiden raum gebe für die ersten Schritte, dafür, herauszufinden, wer als erstes Sprechen kann und will. Schließlich erzählt er, zunächst stockend, dann freier. Er habe sich in eine Kollegin verliebt. Er berichtet von der Liebe zu seiner Frau und den beiden Kindern. Davon, wie gut das Familienleben funktioniert, wie sehr er seine Frau bewundert. Sie hätten sich dafür entschieden, dass sie den größten Teil der Care-Arbeit übernehme, er sei ihr dafür dankbar. Sie seien ein tolles Team, er komme gerne nach Hause. Er könne sich nicht erklären, nicht verzeihen, dass er sich in eine andere Frau verliebt habe.  An diesem Punkt schaut Frau B. auf. „So habe ich mir unser Leben nicht vorgestellt,“ sagt sie und bricht in Tränen aus. Herr B. der eben anfing nach Ursachen für die aktuelle Dynamik zu suchen unterbricht sich. Hilflos versucht er seine Frau zu trösten, dir daraufhin einlenkt. Das kann ja mal passieren, versichern sie einander. Beide wenden sich nicht hin zu dem, was da gerade schmerzt, sondern weg. Die Sehnsucht, die eben noch im Raum zu spüren war verschwindet, beide werden geschäftig und fragen mich ob eine „gute“ Beziehung „sowas“ nicht auch einfach mal aushält.
„Was macht für sie denn eine gute Beziehung aus? Wonach sehnen Sie beide sich?“ frage ich und schaue zwischen beiden hin und her. In der auf meine Frage folgenden Pause zähle ich bis 60…und beginne dann mit dem Ehepaar B. zu arbeiten.

Auf dem Weg nach Hause diskutiere ich mit meiner besten Freundin. Umrahmt von den Altbauten der Bad Nauheimer Innenstadt setzen wir uns in ein Kaffee. „Es macht mich traurig“, sage ich, „dass ich weiß, dass mindestens jede Dritte dieser Ehen nach 14 Jahren wieder Geschichte sein wird. Etwas, was den Menschen so viel wert zu sein scheint, dass für die Feier tausende Euro ausgegeben werden, mit dem so viele Sehnsüchte und Hoffnungen verbunden sind…scheitert so oft.“ Meine Freundin rührt in ihrem Kaffe und fragt neugierig: „Was würdest Du denn empfehlen wofür Menschen, die ihre Beziehung langfristig pflegen wollen ihr Geld lieber ausgeben sollten?“ Die Frage kann ich schnell beantworten. In meiner Fantasie ergänze ich die Attraktionen auf der Hochzeitsmesse um zwei weitere Stände:

Ein Stand verkauft 5 Stunden Coaching zum Thema:

Was ist mir im Leben und in einer Beziehung wichtig? Wieviel Nähe brauche ich, wieviel Freiraum? Wieviel Sex? Wieviele Gespräche? Was sind meine Reizthemen/ Wunde Punkte, die mein Partner über mich wissen sollte?

Der andere Messestand verkauft Kommunikation in der Partnerschaft:

Gewaltfreie Gesprächsführung, Krisenmanagement, wie finden wir Kompromisse. Und einen Stundenplan in dem eine Stunde in der Woche für Paargespräche reserviert ist. Und fünf Minuten jeden Tag für Komplimente aneinander.So wie am Anfang jeder Beziehung, wo der Partner ein Wunder ist von dessen Geschichte wir nicht genug erfahren können.

„Quasi ein Ehe-Tauglichkeits-Check-Up,“,lacht meine Freundin. „ Damit der Tag der Hochzeit nicht der glücklichste Tag im Leben der beiden bleibt und sie sich über die Jahre immer wieder neu finden können!“ nicke ich und male mir meine Stände im nächsten Jahr aus.

Untreuer Mann, polyamore Partnerin, Affären, Wutattacken und Schweigen- Das „Für Immer Glücklich“- Versprechen nach einigen Jahren

Natürlich habe ich das Angebot nicht gemacht. Meine romantische Seite hat Mitgefühl mit den frisch verliebten oder gerade glücklichen Paaren. Die möchten sich oft zurückziehen auf ihre Wolke und so tun, als wären sie unverwundbar. Da ist ein Ehevertrag schon oft schwierig, weil er etwas vorwegzunehmen scheint, was nicht passieren soll. „Uns doch nicht“, so denken viele Paare. Eine sehr bekannte Paartherapeutin, Esther Perel, hat neulich in einem Interview dazu, warum auch in der Partnerschaft glückliche Menschen betrügen, etwas gesagt, was ich sehr hilfreich fand. Ungemütlich, aber wichtig. Sie meinte: Wenn man eine Beziehung beginnt, dann sollte man das in dem Bewusstsein tun, dass Betrug passieren kann. Dieser Gedanke sollte nicht im Vordergrund stehen, Du darfst hoffen, glauben, dass es nicht passiert. Aber es ist nichts, was weit hergeholt ist. Wir sollten uns dessen bewußt sein. Wie Menschen, die in einer Erdbebenregion leben. Die haben immer eine Notfalltasche gepackt, falls mal ein Beben kommt. Und dann leben sie beruhigt ihr Leben.

Ich übertrage das auf jede Krise in einer Partnerschaft, die lauten und die leisen. Wir dürfen hoffen, dass alles gut geht. Es wäre schlimm, wenn etwas zwischen den Partner:innen schief geht, ihr habt euch andere Dinge versprochen, ihr hofft, dass die Partnerschaft solide genug ist um Krisen zu meistern, jede:r von euch hofft, dass ihr die Bedürfnisse eurer Partnerin, eures Partners genügend erfüllen könnt…Aber! Es wäre naiv zu glauben, dass ihr nie schwierige Zeiten oder fast nicht zu bewältigende Krisen haben werdet.

Es liegt eine große Freiheit in dem Wissen. Du kannst Dich vorbereiten, an Dir arbeiten, die Beziehung pflegen und: Du darfst in Krisenzeiten aber auch schon lange vorher präventiv auf Hilfe zurückgreifen, von Deinen Freunden, aus Büchern, von Profis. Für Dich und für Eure Partnerschaft. Du bist in guter Gesellschaft, auch wenn Du das den anderen Paaren vielleicht nicht ansiehst. Es liegt nicht an Dir, nicht an Euch. Es ist niemandes Schuld, kein Versagen. Beziehung ist lebendig, sie verändert sich und sie will gelebt werden.

Konkret:

Die 6 Plus 1 guten Gründe für eine Paar- und Sexualtherapie:

  1. Weil es akute Krisen gibt. Zumeist also dann, wenn einer von beiden fremd gegangen ist und ein oder beide Partner aktuell noch nicht wissen wie es nun weitergehen soll.
  2. Weil es eine Neuordnung aufgrund von veränderten Lebensumständen gibt. Das können beispielsweise das hinzukommen oder ausziehen von Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger sein. Das Gestalten einer Patchwork-Familie. Das Ziel dieser Paare ist es oft,  damit einen ausgewogenen Umgang zu finden und unterschiedliche Interessen auszubalancieren.
  3. Weil es immer wieder eskalierende Streitigkeiten gibt, die nicht zufriedenstellend gelöst werden können
  4. Weil man sich ohne es genauer benennen zu können auseinander gelebt hat und sich einander im Alltag oder im Bett nicht mehr nahe fühlt und eventuell auch eine Trennung in Erwägung zieht
  5. Weil die partnerschaftliche Sexualität von mindestens einem der Partner aktiv anders gewünscht wird. Das kann sich auf Häufigkeit, Praktiken oder auch den Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen beziehen.
  6. Es gibt auch Paare, die sich bereits zu 90% sicher sind, dass sie sich trennen wollen. Oft ist das aber noch nicht offen ausgesprochen. Da ist das Ziel der Beratung, sich zu öffnen und nochmal zu überprüfen, ob man wirklich alles in seiner Macht stehende getan hat um die Beziehung zu erhalten.

+1 Und dann gibt es noch Paare, die bereits getrennt sind und sich in einem sicheren und geführten Rahmen austauschen wollen, wie es im Bezug auf gemeinsame Kinder bestmöglich weitergeht.

Die genannten Punkt sollen einen Überblick geben. Vielleicht findest Du Dich/ Ihr Euch in einem der Punkte wieder. Es ist allerdings nicht unbedingt nötig, dass Paare schon wissen, warum genau sie kommen. Das ist häufig schon der Beginn der Therapie. Ziele definieren, sowohl die jedes Einzelnen, als auch die gemeinsamen Schnittmengen.

Es gibt im Bereich der Paar-und Sexualtherapie unterschiedliche, gut evaluierte Konzepte und Handwerkszeuge, um zielgerichtet bestimmte Beziehungskompetenzen zu stärken und zu entwickeln. Abhängig davon welches Thema gerade im Vordergrund der Paartherapie steht wähle ich in Absprache mit dem Paar die passenden nächsten Schritte aus.
Für die Neugierigen unter euch, die sich gerne schon etwas einlesen wollen hier einige Stichworte zu meinen Arbeitsmethoden:

Systemische Paartherapie:

Sie dient mir als Rahmen für alle anderen Methoden. Die Systemische Therapie erklärt sich das Verhalten von Menschen nicht aus ihren Charaktereigenschaften heraus sondern immer als Ergebnis von Lösungsversuchen in einem bestimmten Beziehungskontext. Das erscheint Dir vielleicht kompliziert. Übersetzt in meine Arbeit mit Euch heißt das: Ich glaube an Euch, an Eure Fähigkeit Euch zu entwickeln und für Euch sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Emotionsfokusierte Paartherapie (EFT):

Basiert auf den gut erforschten Bindungstheorien. Die besagen, dass der Mensch ein Beziehungswesen ist, dessen Idee von Beziehungsgestaltung sich in der frühen Kindheit und Jugend prägt und in späteren romantischen Beziehungen wieder wirksam wird. In Partnerschaftskonflikten verlieren wir das Gefühl von Sicherheit und Nähe. Eskalationen sind somit Ausdruck unserer Verlustängste. Gelingt es das Bedürfnis nach Bindung auch in schwierigen Beziehungsmomenten zu äußern und wechselseitig zu erfüllen, gelingen auch Lösungen.

Die vier Aspekte der Balance von David Schnarch:

Der bekannte Paartherapeut sieht feste Partnerschaften als Menschen-Entwicklungsmaschine. Um wechselseitiges Wachstum, darüber auch angenehme Spannung und sexuelles Begehren zu erreichen müssen sich beide Partner weiterentwickeln und selbstständiger, emotional stabiler und herausfordernder füreinander werden.

  • Sexualtherapeutische Arbeit nach den Modellen von Emily Nagoski, OMGyes, Ulrich Clement, Ann Marlene Henning
  • Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg
  • Transaktionsanalyse
  • Achtsamkeit
  • Arbeit mit dem inneren Kind

Zum Nachlesen, Nachschauen, Nachspüren, Inspirieren:

www.gfk-info.de
Informationen zum Thema gewaltfreie Kommunikation

Bei YouTube Suche: Aktives Zuhören-Alltag
Beispiel für gelungene Kommunikation- eine positives und eine negatives Beispiel

Make love: Ein Aufklärungsbuch von Ann-Marlene Henning, Tina Bremer-Olszewski
Für Jugendliche,aber nicht nur für die. Bei Amazon zu finden: 

Komm, wie Du willst: Das neue Frauen-Sex-Buch von Emily Nagoski.

Guter Sex trotz Liebe: Wege aus der Verkehrsberuhigten Zone von Prof.Dr. Ulrich Clement

www.omgyes.com

Wissenschaftliche und sehr explizite Aufklärung über Solo-Sex und Paarsex mit Do-ist-yourself Anleitung für Frauen, Männer, Paare

Wollen wir eine Paartherapie?

Oft sind gerade die Paare bei mir, die das von sich nie erwartet hätten.

Große Liebesgeschichten, egal ob laut oder leise, Seelenverwandtschaften, Kennenlern-Geschichten in denen es einfach gepasst hat. Bis hierher schien es für einen oder beide Partner ein Durchlauf zu sein, „wir passen einfach gut zueinander“, sind „ein tolles Team“. Die Ent-Täuschung ist groß, wenn langsam das Begreifen einsetzt, dass Beziehungen sich nicht von alleine tragen. Das irgendetwas fehlt, verloren gegangen ist und es nun Aufwand , Aufmerksamkeit braucht um einander wiederzufinden, neu zu finden. Die Erkenntnis keim, dass bislang Vieles miteinander nicht verhandelt wurde, manches Mal überschätzt wurde, wieviel von sich man um „des Friedens Willen“ nicht gezeigt hat. Dass es Themen gibt, zu denen man sich einander nicht ohne weiteres zeigen kann.

Und dann sind da die Paare, deren Beziehung schon immer anspruchsvoll war. Die den geraden Weg nie gefunden haben, finden wollten. Die einander Lieben, aber schon immer miteinander, füreinander und auch gegeneinander gekämpft haben. Die Partnerschaften in denen Unterschiede die Beziehung gestalten, erregende Spannung aufbauen und die Sehnsucht danach anzukommen und sich fallenzulassen nur in den wenigen Momenten „dazwischen“ erfüllt werden kann. Die Paar, die sich fragen, ob es wirklich  so sein soll. Bei denen mindestens eine:r darauf gehofft hat, dass sich das schon irgendwann einläuft, dass die ruhigeren Fahrwasser kommen, wenn dieses oder jenes Hindernis überwunden ist. Wenn der Partner/ die Partnerin dieses Verhalten ändern kann, wenn man sich etwas mehr angepasst hat. Und die müde sind. Desillusioniert. Verzweifelt.

Ihr dürft zusammen kommen, auch wenn eine:r von beiden eher „mitkommt“ als voll überzeugt zu sein. Ihr dürft aber auch einzeln kommen- das ist oft wie Domino: Da bewegt sich am Anfang auch nur ein Stein und dann plötzlich ganz viele.

Wie lange dauert eine Paartherapie?

Das ist eine häufige Frage und ich freue mich sehr, dass zumindest die einfach zu beantworten ist: So lange ihr wollen. Manche Themen, wie gezielte Fragen zur Sexualität, sind in einer Sitzung erledigt. Alle anderen Themen sind an dem Punkt erledigt, an dem wir gemeinsam entscheiden, dass Ihr es von hier aus alleine weiter schaffen. Immer mit der Option sich wieder bei mir zu melden wenn sich alte Muster melden oder neue Fragen auftauchen.


Was bringt eine Paartherapie?


Sitzt Du bei lesen? Denn jetzt kommt eine unerwartete Antwort:
Nichts.

Sie bringt dann nicht viel, wenn Du die Paartherapie als passive Veranstaltung begreifst, der Du beiwohnst. Selbst dann wird die gemeinsam verbrachte Zeit und die Gespräche die wir führen wahrscheinlich einen Effekt haben. Alleine die gemeinsame Entscheidung zu einer Therapie oder Paarberatung, die gegenseitige Versicherung einander wichtig zu sein, macht für manche Paare einen fühlbaren Unterschied. Der trägt sie auch ein Stück weit. Dann könntest Du Dich eingeladen fühlen Dich erleichtert zurückzulehnen und das zu tun, was das menschliche Gehirn gerne als Lösung vorschlägt: Alles so lassen wie es ist. Die dunklen Ecken weiter dunkel lassen und hoffen dass in ihnen kein Monster steht. Ich möchte euch vorschlagen noch ein Stück weiter zu gehen.
Paartherapie/ Paarberatung ist im besten Fall eine Entscheidung für persönliches Wachstum. Dafür die Konflikte in der Beziehung als Anregung begreifen zu lernen. Nicht weil Du Dich gezwungen fühlst oder aus Angst davor verlassen zu werden. Sondern weil Du neugierig bist auf den Weg, die persönliche Entfaltungsmöglichkeit die in der Auseinandersetzung mit dem Partner und schlussendlich immer mit Dir selbst liegt.

Und wenn wir uns nicht miteinander entwickeln können oder wollen?

Was bringt eine Trennungsberatung?

Mehr Frieden. Mehr gehört werden. Antizipation von Entwicklungsaufgaben durch eine Expertin, die Euch begleitet, moderiert und Anregungen gibt. Vorbereitung von wichtigen Gesprächen mit Kindern, Freuden, Anwälten. Weniger Verbitterung und Wunden, was Euch langfristig im Bezug auf gemeinsame Kinder zu einem besseren Team machen kann. Und Euch auch ermöglicht aus dem Vergangenen so viel wie möglich für die Zukunft zu lernen. Das kann Euch bei Eurem zukünftigen Beziehungsglück eine deutliche Starthilfe sein.

Gibt es auch Risiken einer Paar- und Sexualberatung?

Wie sich Veränderung auswirkt ist bedingt lenk- und nicht planbar. Die Klarheit über sich und die Chancen in Eurer Beziehung sowie die Grenzen dessen was die Partnerschaft leisten kann können auch eine Trennung als Lösung zur Folge haben. Es kann sein, dass Ihr Eure gewohnten Verhaltensmuster verändert und damit auch andere Familienmitglieder anregen, sich anders zu verhalten. Nicht immer läuft das ohne vermehrten Klärungsbedarf ab.

Wann sollte man sich trotz Liebe trennen?

Diese Frage zu beantworten steht mir nicht zu. Du „solltest“ gar nichts. Meiner Erfahrung nach wissen Menschen immer, wenn Grenzen in Beziehungen überschritten werden. Sie spüren es, entscheiden sich aber nicht immer, dieses Gefühl wahrzunehmen oder Konsequenzen daraus zu ziehen. Wenn in Eurer Beziehung Gewalt, körperliche und verbale, eine Rolle spielt, solltet Ihr euch auf jeden Fall Hilfe suchen. Ihr braucht dann nicht eine Paartherapie/ Paarberatung sondern jeder für sich Hilfe dabei, kein Opfer/ kein Täter zu sein. Begebt euch in eine psychotherapeutische Begleitung. Schaut dann wie und ob es mit einer Beziehung weiter gehen kann. Wenn Ihr Kinder habt, die diese Gewalt mitbekommen, oder auch abbekommen, dann steht der Schutz der Kinder über dem Schutz der Beziehung.

Ich freu mich, Sie ein Stück zu begleiten, wann immer es Ihnen sinnvoll erscheint!

Herzlich,

Yvonne C. Beuckens, Realitätsromantikerin, Beziehungsexpertin, Zielfinderin, Veränderungsbegleiterin

Yvonne C. Beuckens | Kurzzeittherapie, Coaching, Paar- und Sexualtherapie in Bad Nauheim

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